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Stromlieferant kündigt – update – und Kompromissvereinbarung

Mein bisheriger Stromlieferant REW Regionale EnergieWerke GmbH, Düsseldorf hat die Stromlieferung zum 31.03.2022 eingestellt. Die Kosten für seinen Stromeinkauf waren ihm nicht mehr genehm. Ich betrachte das als Vertragsbruch, zumal die REW im Okt. 2020 unbedingt auf einen 2-Jahres Vertrag bestand. Damals wollte man um jeden Preis Kundenbindung.

Verträge müssen eingehalten werden. Deshalb forderte ich per Mail Schadenersatz für die Zeit April bis Vertragsende (noch 7 Monate) für die ich den Strom bei einem anderen, teureren Lieferanten beziehen muss. Der Grundversorger EON besaß die Unverschämtheit für die kWh 76,7 Cent zu verlangen. Ich fand aber in Vattenfall einen nicht ganz so teuren Lieferanten. Der Zählerstand wurde jedem Beteiligtem gemeldet. Jetzt warte ich auf die Abrechnung. Ich habe wenig Hoffnung, Geld zu erhalten, aber auf die Abrechnung bis ich gespannt. Warten wir mal ab.

update

Vattenfall hat es nicht geschafft, zum 01.04.2022 zu übernehmen, sondern erst zum 02.04.2022. Für den einen Tag dazwischen hat prompt der Grundversorger geschrieben und berechnet, aber nur 0,39 E.

Nachtrag und Endabrechnung

REW hat sich im Mai an meinem Konto bedient und ohne Abrechnung abgebucht. Ich hatte rechtzeitig eine Vorauszahlung ausgesetzt, so dass ich nun in der vorteilhaften Lage bin, das REW Geld von mir will. Protestiert habe ich sofort per Mail und erwidert, dass keine Abrechnung vorläge und eine Gegenforderung bestände. Die Lastschrift hat die Bank zurückgebucht.

Daraufhin wollte REW, dass ich einen Onlinefragebogen ausfülle. Es wurden aber nur die bereits bekannten Daten abgefragt (Standort, Zählernummer, Name ect.). Zum Schluss wollte man ein Foto des Zählers bekommen, damit den Anspruch prüfen könne, also letztlich den tatsächlichen Verbrauch. Ich erlaubte mir darauf hinzuweisen, dass dann alle bis Jahresende warten müssten.

Als kompromissbereiter Mensch schlug ich vor, die Abrechnung bereits heute auf meine Schätzwerte hin vorzunehmen. Es waren alle Zahlen bekannt. Die REW hatte das letzte Jahr komplett abgerechnet, kannte damit den Jahresverbrauch, der neue Lieferant war bekannt und die neuen Konditionen bereits auch in früherer Mail mitgeteilt worden.

Nach einigen Schreiben wurde meine Forderung, ein dreistelliger Betrag, akzeptiert. Die kleine Differenz habe ich dann noch überwiesen. So konnten wir den Vorgang zur beidseitigen Zufriedenheit abschließen.

Noch eine kleine Anmerkung: Vor Gericht und auf hoher See sind alle in Gottes Hand. Nach meiner Erfahrung endet so ein Verfahren sehr oft in einem Vergleich. Außerdem hätte ich evtl. noch sehr lange auf eine Entscheidung warten müssen. Ob bis dahin das Unternehmen noch in der Lage gewesen wäre, Ansprüche zu befriedigen, ist ungewiss. Immerhin wurde der Stromvertrieb insgesamt eingestellt.

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